Schmerztherapie & Manuelle Medizin

Was bedeutet „stationäre Schmerztherapie“

Die multimodale Schmerztherapie ist der Goldstandard der Therapie chronischer Schmerzen. Die Therapie folgt dabei dem bio-psycho-sozialen Schmerzmodell, das neben den körperlichen Beschwerden auch die psychischen und sozialen Faktoren chronischer Schmerzen in der Therapie berücksichtigt. Um diese umfassende Therapie durchzuführen arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Psychotherapeutinnen und Physiotherapeuten (Physiotherapeuten, Manual Therapeuten, Ergotherapeuten) in einem Team zusammen. 

Ziel unserer stationären Behandlung

Die stationäre multimodale Schmerztherapie beinhaltet unterschiedlich lange intensive Behandlungsprogramme, die an das Schmerzsyndrom des jeweiligen Patienten angepasst sind. Ziel einer stationären Behandlung ist neben der bestmöglichen Schmerzlinderung die Stärkung der Eigenkompetenz der Patienten. Wir entwickeln ein individuelles Behandlungsprogramm, welches auch ambulant und eigenständig weitergeführt werden kann. 

Wann ist eine stationäre Schmerztherapie sinnvoll?

Sollte eine zuvor erfolgte ambulante Schmerztherapie nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben, kann eine stationäre Behandlung indiziert sein. Auch wenn eine komplizierte Medikamenteneinstellung, Medikamentenumstellung oder eine Opioid-Entzugsbehandlung geplant ist, ist ein stationärer Aufenthalt in unserer Klinik zu empfehlen. Weitere Gründe für die stationäre Aufnahme sind einschränkende körperliche Begleiterkrankungen, die eine Überwachung im Krankenhaus erforderlich machen.

Vorteile einer stationären Behandlung

Manche Patienten profitieren davon, wenn Sie während der Behandlung aus ihrem sozialen Umfeld herausgelöst werden. So entfallen störende Alltagsbelastungen und die Patienten können sich in vollem Umfang und ohne Unterbrechung auf die Therapie einlassen. Während des Aufenthalts kann die bisher erfolgte medikamentöse Schmerztherapie bei Bedarf in einem sicheren Rahmen angepasst werden. Neben der medikamentösen, physio- und psychotherapeutischen Behandlung können in unserer Klinik auch invasive Verfahren mit sogenannten „Infiltrationen“ eingesetzt werden. Diese beinhalten sowohl diagnostische als auch therapeutische Interventionen.

Unsere Behandlungs-Schwerpunkte

  • Chronische Rückenschmerzen durch multiple Formen von Wirbelsäulenerkrankungen, z.B. Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, Osteoporose, Schmerzzustände nach Operationen, Fehlhaltungen oder Fehlstellungen, Schmerzen im Iliosakralgelenk
  • Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates und Gelenkschmerzen, z.B. Arthrosen, angeborene Gelenkdeformitäten, Weichteilerkrankungen wie Fibromyalgiesyndrom, Polymyalgie rheumatica, Zustände nach Verletzungen und Operationen
  • Nervenschmerzen/Neuralgien, z.B. CRPS, Zoster-Neuralgie
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Schmerzen ohne erkennbare Ursache

Unsere Therapie

Unsere Therapie umfasst ein breites Spektrum an Angeboten und wird unterstützt von Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychotherapeuten und Pflegekräften. Unsere Behandlungskonzepte richten sich nach der konservativen Therapie der deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) und ANOA.

Deutsche Wirbelsäulengesellschaft
ANOA-Kliniken – ANOA-Kliniken e.V.

Neben Gruppen- und Einzeltherapien besteht weiter die Möglichkeit der elektromedizinischen Reizstromtherapie (TENS), Aromatherapie und Komplementärangebote wie z.B. Schröpfen.

Eine speziell ausgebildete Pflegekraft („Pain Nurse“) ist ein wichtiger Bestandteil dieses interdisziplinären Teams der multimodalen Schmerztherapie.

Anmeldung und Aufnahme

Bei Interesse an einer Behandlung vereinbaren Sie oder Ihr Haus-/Facharzt gerne einen Termin bei unserer Koordinatorin Daniela Völkel. Für die prästationäre Diagnostik benötigen wir eine Krankenhauseinweisung des Hausarztes sowie Befunde, Arztbriefe und ggf. Röntgen-/MRT-Bilder.

Anschließend erfolgt bei Eignung die Terminvergabe für die stationäre Aufnahme. Die ausschließlich stationäre Behandlung dauert in der Regel 14 Tage.

Voraussetzungen

Für eine erfolgreiche stationäre Behandlung sind eine ausreichende Therapiemotivation des Patienten für Körper- und Psychotherapie sowie die Akzeptanz des Konzeptes der aktiven Übung und Bewältigungstherapie erforderlich.

Akute Schmerzen oder eine noch erforderliche Diagnostik zur Abklärung der Schmerzursache sind kein Teil des Konzeptes der multimodalen Schmerztherapie.

Der Patient muss in der Lage sein Alltagsaufgaben wie Körperpflege und Nahrungsaufnahme selbstständig durchzuführen und mit Gehhilfen eine Strecke von ca. 100m überwinden zu können.

 

 

Hauptabteilung:

Hossam Mashaal
Chefarzt
Facharzt für Physikalische u. Rehabilitative Medizin
Spezielle Schmerztherapie
Manuelle Medizin/Chirotherapie
(Master Zertifikat konservative Therapie d. deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG))

MUDr. Georgios Charalambous
Oberarzt
Facharzt für Neurochirurgie
Spezielle Schmerztherapie

 

Dr. med. Roland Leger
Leitender Oberarzt
Schmerztherapie & Manuelle Medizin

Unsere Koordinatorin der Schmerztherapie

Daniela Völkel
exam. Gesundheits- u. Krankenpflegerin
Telefon: 0911 6808-210
Fax: 0911 47799511
E-Mail: schmerztherapie@klinikambirkenwald.de
Web: www.klinik-am-birkenwald.de

Info-Hotline

0911 / 680 8-0

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